THOMAS GSELLA liest aus Richard Malka: Das Recht, Gott lächerlich zu machen, ein Loblied auf das freie, fröhliche und aufgeklärte Leben

Lesung mit anschließender Diskussionsrunde mit den Aschaffenburger Kulturpreisträgern Achim Greser & Heribert Lenz (2024), Urban Priol (2008) und dem Oberbürgermeister Jürgen Herzing
Wann: 19.5.2025 — 19:30 Uhr Beginn — 18:30 Uhr Einlass
Wo: Hofgarten Kabarett, Hofgartenstr. 1a, 63739 Aschaffenburg
Veranstalter*in: Hofgarten Kabarett
Eintritt:
Tickets:

Richard Malka ist Anwalt des Satiremagazins «Charlie Hebdo». Das 2015 auf die Redaktion der französischen Satire-Zeitschrift Charlie Hebdo verübte Attentat mit zwölf Toten war der gewalttätige Höhepunkt eines Konflikts, der heute den gesellschaftlichen Diskurs bestimmt: Die Vorstellung der allgemeinen Freiheit – der Rede, der Kunst, der Wissenschaft – sieht sich konfrontiert mit einer autoritären Anmaßung, die nur der eigenen Weltanschauung ein Existenzrecht einräumt. Richard Malka vertrat Charlie Hebdo im Prozess vor dem Sonderstrafgerichtshof in Paris. Sein Plädoyer ist eine fulminante Verteidigung der Meinungsfreiheit und vor allem des Rechts, Gott lächerlich zu machen. Und mehr noch: ein Loblied auf das freie, fröhliche und aufgeklärte Leben. Wir wollen der Frage nachgehen: Darf man Gott und andere „heilige“ Autoritäten infrage stellen? Wir reagieren immer größer werdende Teile unserer, vermeintlich aufgeklärten Gesellschaft mit Widerspruch, Engagement und der Akzeptanz anderer Meinungen?

Sowohl Greser&Lenz als auch Urban Priol berichten über Ihre Erfahrungen im Zusammenhang mit Ihren kritischen Veröffentlichungen, mit ihrer überspitzten satirischen Betrachtungsweise unserer Gesellschaft. Wie hat sich der Diskurs um die freie Meinungsäußerung verändert? Das wollen wir u.a. und beispielhaft an den Reaktionen auf unser Engagement für eine bunte, vielfältige und diverse Stadtgesellschaft, nach dem blutigen Ereignissen im Park Schöntal, diskutieren, u.a. mit dem Oberbürgermeister Jürgen Herzing diskutieren. Wir werden herzu eine Vielzahl beispielhafter „Meinungsäußerungen“ veröffentlichen, die uns, das Rathaus und weitere Akteure unserer Stadtgesellschaft erreichten.